Dienstag, 6. April 2010
Viel vorgenommen
Und im Café auf gleich noch einen freien Tisch. Das wird ja immer besser. Früher nachmittag, München 22 Grad und Sonne und im Café ist gleich ein Tisch frei. Als meine Fokussierung nachlässt schaue ich mal rechts und links. Rechts neben mir sitzt ... Hallo?! Rechts neben mir sitzt Sebastian Schweinsteiger. Heute ist doch Champions League. Aber stopp, er ist ja gesperrt. Macht er sich also einen entspannten Tag am Gärtnerplatz. Cool.
Egal, ich genieße die Sonne, den Cappuccino und den Tisch. Heute habe ich eine Reise in die Vergangenheit unternommen - und eine in die Zukunft. Alles an einem Tag. Das bedeutet, dass ich geistig ganz schön unterwegs war. Zuerst begab ich mich auf eine Reise weit zurück. Ich war in einem Skateboardladen. Dazu muss man wissen, dass ich in meiner Jugend Skateboarder in Köln war. Und das ich eine lange Zeit auf der Domplatte zugebracht habe. Unsere Pilgerstätte war ein Laden auf der Ehrenstraße in München. Das Blue Diamond.
Wie oft haben wir unser paar Mark dahin getragen und sind nur mit paar Aufklebern raus. Alles darin war so unendlich begehrenswert, aber ich hatte einfach nicht die Kohle. Damals war ich so 15 Jahre. Skateboard war mehr eine Einstellungssache. Natürlich auch ein Sport, aber eigentlich war es ein Statement. So versuchte ich heute in dem endlos geilen Skateboardladen der Neuzeit mitten in München ein wenig ins Gespräch zu kommen. [Boneless Longboards & Clothes, Herzogspitalstraße 11, 80331 München http://www.boneless-muenchen.de ]
Die Zeitreise war unglaublich, ich fühlte mich wie damals, nur das mir die Preise so mikrig vorkommen. 4 Rollen kosteten um die 30 EUR. Heute denke ich na und. Damals wären das 60 Mark gewesen. Bei 20 Mark Taschengeld und Ausgaben von 50 Mark pro Monat undenkbar. Vieles von damals gibt es heute noch. Aber weit aus mehr hat sich verändert. So versuchte ich ein wenig meine Erinnerungen ins Spiel zu bringen, was mich aber unglaublich alt machte. Egal. Ist halt so.
Jedenfalls habe ich meinem Sohn ein Skateboard gekauft. Ein richtiges. Ein ordentliches. Nichts so ein Sportladen-Klump. Und bei der Vorstellung das ich mit meinem Sohn gemeinsam Skateboard fahren könnte, viel mir auf, dass mir eins fehlte. Somit habe ich mir gleich eins mit gekauft. Was für ein geiles Gefühl. Der Laden ist wirklich toll. Alles da. Und die machen das sofort. 15 Minuten später standen zwei Fertige vor mir. Eins geiler als das andere. Es gibt heutzutage Tüten für Skateboards. Witzig. Lange, flache Tüten in die ein Skateboard passt. So eine Art Baguette-Tüte für Skateborads. Der Laden hängt voll, mit allem, was das Skater-Herz höher schlagen lässt. Wie gesagt ich stand da quasi in meiner eigenen Vergangenheit. Schön. Ein wunderbares Gefühl. Und mein Entschluss den Traum von damals ein Stück weit wieder aufzunehmen und einfach weiter zu träumen fand ich auch toll.
Somit werde ich meinem Sohn und mir ein Board schenken und dann werden wir zusammen skaten. Vorab muss ich ein wenig üben, damit die Tricks von damals einigermaßen wieder funktionieren. Oder ich muss schnell raus bekommen, welche noch gehen. Mal schauen, ob ich das Skateboard wieder zu einem Teil meines Lebens mache. Wie damals. Muss nicht sein, kann aber.
Aber einen Traum, der soweit zurück liegt, einfach wieder aufzunehmen ist schon irre. Wenn mein Sohn nicht danach gefragt hätte, wäre ich selber nicht drauf gekommen. Wozu Kinder alles gut sind! Das Personal im Laden ist wirklich aufmerksam. Und irgendwie schaffen Sie es einen nicht alt aussehen zu lassen. Also nicht so alt wie man ist. Aber die Einstellung, die Typen sind damals wie heute identisch. Am liebsten hätte ich dem Besitzer erklärt wie sein Leben nun weiter geht, aber ich habe mich zurück gehalten.
Denn ich hatte einen Termin. Ein Termin, der gedanklich eine Reise in die Zukunft war. So fuhr ich los, noch ganz beseelt von der Zeitreise zuvor. Angekommen musste ich nun völlig umdenken. Plötzlich unterhielten wir uns darüber wie es in Zukunft sein könnte. Auch hier erlebte ich die selbe Faszination in mir. Komisch, ob ich zurück oder nach vorne blicke, das Gefühl ist gleich schön. So beschrieb ich ausführlich und sehr detailliert wie ich mir die Zukunft in meinem Geschäft vorstelle, dabei ließ ich immer einfließen, was davon schon Realität ist - und was als nächstes kommt.
Ist es nicht toll, was man mit Fantasie und Vorstellungskraft alles erleben, sehen und beschreiben kann. Manchmal liebe ich mein Gehirn, was mir das alles erst möglich macht. Es beeindruckt mich sogar. Denn innerhalb von sagen wir mal 3 Stunden ca. 40 bis 59 Jahre Zeitsprung, voller Emotionen, voller Bilder und Gefühle. Wahnsinn. Und das ohne Hilfsmittel, die gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen würden.
Was für ein Tag. Und jetzt sitze ich hier im Café, Schweinsteiger neben mir und heute Abend sitze ich im Stadion. Auch so eine seltsame Zusammenkunft. Der Mann, der auf den Platz gehört, sitzt plötzlich hier und ist heute Abend nicht da, wo er eigentlich hingehört.
Montag, 22. März 2010
Inspirationsantrieb
Aber wir leben nun mal in einer Welt, die wir selbst geschaffen haben. Eine Welt, in der genau diese beiden Aspekte einfach zu kurz kommen müssen. Ein Großteil unseres Tages ist verplant, ebenso ein Großteil unseres Denkens. Wir werden weitestgehend dadurch angetrieben, Systeme aufrecht zu erhalten, die wir selbst konstruiert haben. Dabei bedarf es keiner Inspiration oder Intuition, sondern man muss es einfach aushalten, durchhalten und machen.
Diese Systeme, die wir selbst erschaffen haben, haben sich längst verselbstständigt und verlangen uns weitaus mehr ab, als eigentlich nötig wäre. Das ist wie mit der Verwaltung in Krankenhäusern. Die machte mal 10% der Personals innerhalb eines Krankenhauses aus, dann hat sie sich mit sich selbst beschäftigt und immer mehr Raum und Platz eingenommen. Heute sind mehr Menschen in der Verwaltung tätig als am Patienten. Und so verhält es sich in vielen Systemen. Keiner hat diese reguliert, zur Raison angehalten. Diese haben so einen Aufwand in Form von Selbstbeschäftigung entwickelt, dass wir uns ständig zusätzlich damit beschäftigen müssen.
Die Menschen schaffen sich Verantwortungen auch da, wo es keiner bedarf. Und mit denen müssen sich dann alle anderen zusätzlich beschäftigen. Das ist der Tod für die Inspiration. Man muss sich das so vorstellen. Man lebt in einer Beziehung und die Inspiration sagt einem, dass jetzt körperliche Nähe sehr schön wäre. Aber so einfach ist das nicht. Da muss erst ein Antrag gestellt werden. Jetzt will der eine aber sofort. Das geht ja gar nicht, deshalb wird natürlich umgehend ein Arbeitskreis einberufen, der über den Sofortantrag entscheidet.
Jetzt muss die Zusammensetzung dieses Gremiums so sein, dass alle Interessengruppen gleichermaßen vertreten sind. Und eine Agenda muss her. Jetzt wird im Arbeitskreis darüber debattiert. Man stellt fest, dass es verschiedene Positionen gibt, die in jeweiligen Arbeitsgruppen erörtert werden müssen.
Aber auch hier kommt die eine oder andere Gruppe nicht an das gewünschte Ziel. Deshalb holt man sich externe Berater hinzu und Mediatoren. Die Ergebnisse werden zusammengetragen und eine Empfehlung wird ausgesprochen, wie man mit dem Sofortanantrag nach körperlicher Nähe in diesem einen besonderen Fall verfahren sollte.
Das wird in einem 234 Seiten umfassenden Bericht der eigentlichen Behörde übergeben. Diese folgt der Empfehlung und stimmt somit dem sofortigen körperlichen Näherkommen zu. Dieser Beschluss wird dem einen Partner zugestellt, was dem anderen natürlich noch die Option eröffnet, Einspruch einzulegen. Aber das ist nicht nötig, denn der andere schläft schon.
Freitag, 19. März 2010
Eine lückenlose Aufklärung
Wenn jemand mir zurief „Lass uns telefonieren!“ Dann dachte ich früher „Lass uns telefonieren!“ Aber dem war beinichten so. Denn „Lass uns telefonieren“ bedeutet eigentlich, ich habe keine große Lust, jetzt mit dir zu kommunizieren. Darum schiebe ich das auf, auf ein Telefongespräch in unbestimmter Zukunft, in der Hoffnung, dass auch das in Vergessenheit gerät.
Auch schön ist „Mensch, wir müssen uns echt mal wiedersehen“. Auch diese Formulierung bedeutet genau das Gegenteil. Wenn auch noch die Vokabel „spontan“ oder „bald“ mit in die Formulierung eingebaut wird, bedeutet auch das genau das Gegenteil. Nämlich, ich habe jetzt keine Zeit und keine Lust auf dich, deshalb heuchel ich jetzt Interesse vor, um mich so der Situation elegant entziehen zu können.
Als ich hinter die Möglichkeit der gegenteiligen Formulierung gekommen bin, habe ich mir auch eine einfallen lassen und schon oft genutzt. Wenn ich mal wieder von jemandem mit einem unausgegorenen Einfall genervt werde, die dieser auch noch als Idee tituliert, dann sage ich einfach "Interessante Idee, denke ich mal drüber nach, ich melde mich dann dazu“. Dieser Satz bedeutet natürlich auch das genaue Gegenteil. Nämlich, geh mir nicht mit so einem Blödsinn auf den Wecker und um dich jetzt nicht vor den Kopf zu stoßen und das Thema geschmeidig genau jetzt abzuwürgen, sage ich das.
Und siehe da, es funktioniert. Man muss nur behaupten, dann ist man das Problem los. In letzter Zeit ertönen diese Formulierungen wieder auffällig häufig in den Medien, da muss ja echt der eine oder andere Baum brennen.
Aber das werden wir lückenlos aufklären, darauf können Sie sich verlassen. Und ein paar Wochen später interessiert es kein Schwein mehr. Oder die Medien haben die Lust daran verloren. Oder das Thema hat sich einfach totgerannt.
Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Chef, der sagte immer beim Kunden, wenn was voll in die Hose gegangen ist: „Das hat uns den nötigen Adrenalinstoß versetzt, da gehen wir mit aller Energie noch mal ran“. Ich dachte dann immer, was kommt jetzt. Und passiert ist nie was. Wir gingen zurück, klebten alles von links nach rechts oder von oben nach unten. Hier ein wenig und da ein wenig. Und?! Hat funktioniert, der Kunde war dann immer begeistert. Damals hat mich das unglaublich gewundert, heute verstehe ich das. Der Mensch ist Mensch, weil er vergisst. Nur, dass es so schnell geht, um das zu kapieren habe ich dann doch locker 40 Jahre gebraucht.
Mittwoch, 17. März 2010
Schon komisch diese Menschen
Der Mensch ist komisch. Das, was er macht. Das, was er denkt. Und das, was er gedenkt zu machen. Alle wollen im Prinzip dasselbe, auch wenn sie das verneinen. Im Prinzip sind die wirklichen Bedürfnisse, die es zeitlebens zu befriedigen gilt, dieselben.
Aber der Weg dorthin oder besser gesagt, der Weg, der immer weiter weg von diesen Bedürfnissen führt, ist unergründlich. Es sind so viele und so seltsame, dass man das Gefühl nicht los wird, dass uns die Natur zwar die Intelligenz gegeben hat, uns aber dafür die Orientierung genommen hat. Denn es gibt so viele Wege nach Rom, aber nur ganz wenige kommen an, obwohl überall klar und deutlich, und für die jeweiligen Menschen ersichtlich, „Rom“ dransteht.
Nehmen wir mal die Partnerschaft. Wenn es einen Weg gäbe, was machen die Menschen denn da? Also gibt es keinen Weg zur Partnerschaft. Es gibt Wege zum Sex, aber nicht zum eigentlichen Bedürfnis – der Liebe. Nehmen wir das Glück. Jeder will glücklich sein, eventuell mit Ausnahme von Pessimisten und Depressiven. Aber sonst will jeder Mensch glücklich sein. Das Mittel zum Glück soll das Geld sein. Viel Geld heißt viel Glück. Wenig Geld heißt wenig Glück. Wenn man dieser Theorie nur einen Funken an Wahrheit Gauben schenken wollte, warum sind dann Menschen mit und ohne Geld ebenso glücklich wie unglücklich. Und dann muss immer mehr Geld angehäuft werden, um das Glück zu finden, mit dem immer selben Ergebnis. Daran liegt es nicht. Menschen, die nicht komisch sind, brauchen sich kein Witzebuch zu kaufen. Das führt nur dazu, dass man nicht nur nicht komisch ist, sondern auch noch peinlich. Der Mensch unternimmt tagein tagaus sein Leben lang alles mögliche, um seine innersten Bedürfnisse zu befriedigen und sinniert fortlaufend darüber, dass es ihm so selten gelingt. Was er dann alles macht und unternimmt, damit die Befriedigung sich letztendlich doch einstellt, ist wirklich komisch. Sehr sogar.
Denn das wirklich Witzige ist, dass all das vom eigentlichen Weg wegführt und er bemerkt es nicht einmal. Sondern ganz im Gegenteil, er erhöht weiter und weiter die Dosis. Und bemerkt nicht, dass sein Leben droht, einem großen Placebo Effekt aufzusitzen. Dabei wäre der Weg aus der Misere sehr einfach. Aber wem erzähle ich das.
Freitag, 26. Februar 2010
89,8 Kilo. Nur noch 10,8 Kilo. Über große Ziele und kleine Schritte.
Anfang Januar berichtete ich darüber, dass meine dicke Zeit nun zu Ende gehen soll. Die Gründe dafür habe ich ausführlich und hinreichend beschrieben. Nun möchte ich einfach mal einen Zwischenstand los werden. Gestartet habe ich am 4. Januar mit 105,5 Kilo - bei 175 cm Körpergröße. Hinzu kommt mein Alter von 45 Jahren und der Stress, den man eben so hat, wenn man leben will wie ich.
Nun habe ich schon mal 15,7 Kilo abgenommen und noch 10,8 Kilo vor mir. Nicht weil ich muss, sondern vor allem, weil ich will. Wenn ich zurückblicke, lag damals ein unglaublich langer Weg voller Entbehrungen vor mir. Aus heutiger Sicht empfinde ich das ganz anders.
Irgendwie kommt es mir gar nicht so lange vor und die erwarteten Entbehrungen bleiben aus. Denn die Freude und das Glück über jedes Kilo, das meinen Körper verlässt, macht jeden Tag einfacher. Der viele Sport tut mir sehr gut. Und den Alkohol mal bei Seite zu schieben, tut mir auch sehr gut. Somit fühlt sich das alles viel mehr als Gewinn an, statt als Verlust. Man verliert nicht an Gewicht, sondern man gewinnt etwas anderes hinzu, das wesentlich schwerer wiegt. Im positiven Sinne.
Was mich manchmal quält, sind zwei Gedanken. Wie konnte ich es soweit kommen lassen und was gibt mir die Sicherheit, dass es nicht wieder soweit kommt? Oder sogar noch schlimmer? Aber dann verwerfe ich die Gedanken, weil diese mir im Jetzt nicht weiterhelfen und sich auch im Jetzt nicht beantworten lassen. Das braucht seine Zeit.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ich wieder an Gewicht stark zunehme, ist natürlich relevant. Aber ich bin zur Zeit in einer anderen Lebensphase. Einige Dinge wundern mich sehr. Ich hätte nicht gedacht, dass ich soviel Zeit hätte. Alles geht mir einfacher und schneller von der Hand. Somit bleibt plötzlich Zeit. Aber diese packe ich nicht voll. Ganz im Gegenteil. Ich versuche, den persönlichen Zeitgewinn weiter auszubauen. Denn Zeit für mich und die Menschen, die ich liebe, tut mit sehr gut. So gut, dass die Arbeit mir noch leichter fällt und noch schneller von der Hand geht.
Eine Entwicklung, die mich positiv überrascht und zudem auch beeindruckt. Natürlich verändert sich auch mein Selbstwertgefühl sowie mein Körpergefühl. Mein ganzes Leben erscheint leichter, je leichter ich werde. Somit denke ich, dass ich zu meinem Geburtstag am 21. März mein großes Ziel erst mal erreicht habe.
Aber hinter diesem Ziel erwartet mich jetzt schon gefühlt ein noch wesentlich schwereres Ziel, nämlich diese Konstitution zu bewahren und eher zu verbessern. Über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr. Bis dahin müsste sich der Körper an das neue Leben gewöhnt haben.
Es tun sich neue Perspektiven auf. Der Eitelkeit schmeichelt diese Entwicklung auch. Aber die größte Hoffnung setze ich in die Gesundheit. Denn ich mache das, um mit mir und einigen anderen noch viel sinnvolles, schönes und erstrebenswertes zu erleben. So lange es geht.
Montag, 1. Februar 2010
Minus 26,5 Kilo
Mist! Natürlich hat er Recht. Das ist ja das Schlimmste an fehlender Konsequenz, vor allem bei einem selbst. Warum kann man sich um alles und alle anderen besser kümmern, als um sich selbst? Das ist und bleibt mir unerklärlich. Die Macht der Gewohnheit? Sicher.
Aber ist das bei solchen negativen Veränderungen wirklich ein aufrecht zu haltendes Argument? Nein. Sicher nicht. Vor allem, wenn man an alles andere Ansprüche stellt, die man offensichtlich nicht an sich selbst stellt. Das macht einen nicht nur unglaubwürdig vor anderen, sondern auch vor einem selbst.
Somit habe ich am 4. Januar angefangen, wieder der Alte zu werden. Der Alte ist wesentlich jünger, wiegt nur 79 Kilo, ist fit wie ein Turnschuh und genießt gerne, aber in Maßen. Dann ist es auch noch als Genuss zu bezeichnen. Alles andere ist Konsum, bis hin zu Sucht. Aber sicher nicht Genuss.
Ich habe ja mal geraucht, so ca. 20 Jahre lang, und im Jahr 2000 habe ich an einem Montag einfach aufgehört. Die Lust und die Argumente waren weg. Da wachte ich auf und wollte meiner Gewohnheit nachgehen und diese erschien mir plötzlich als so absurd, dumm und kindisch, dass ich es einfach nicht mehr machte. Seitdem habe ich keine Zigarette mehr geraucht. Was nicht heißt, dass ich nie mehr rauchen könnte, würde, sollte oder dürfte. Nein. Aber solange mir die Argumente fehlen, warum sollte ich es aus mir heraus wieder tun.
So in etwa hoffe ich, könnte es sich mit meinem Wechselspiel aus Bewegung, Ernährung und Alkohol verhalten. Bis dahin ist noch ein weiter Weg, aber auch hier gilt: die Hoffnung stirbt zuletzt.
Jedenfalls habe ich seit dem 4. Januar keinen Alkohol mehr getrunken. Es wird im Laufe der Zeit Ausnahmen geben und es wird auch wieder die Zeit kommen, wo der Genuss in Maßen wieder ein Teil meines Lebens sein soll, aber bis dahin kann ich auch ohne. Zudem habe ich angefangen, täglich Sport zu betreiben. Jeden Tag zwischen 1 Stunde Ausdauertraining und 1 1/2 Stunden, wenn Krafttraining dazu kommt. Das mache ich seit dem 12 Januar.
Das Ergebnis bis heute ist minus 11,1 Kilo in 26 Tagen. Und die Parameter verändern sich in die richtige Richtung. Muskeln kommen hinzu, Fett wird abgebaut. Das entwickelt sich alles ganz gut. Sein Leben einfach von passiv auf aktiv umzustellen, gelingt einem nur, oder einfacher, wenn das Umfeld mitspielt. Denn es gehört mehr dazu, als man denkt. Das Essen, das Kochen, das Einkaufen, der Sport, der ganze Tag und auch die Nacht verändern sich schlagartig.
Plötzlich muss man jeden Morgen eine Sporttasche packen. Und vieles mehr. Bis heute kann ich nur sagen, ich fühle mich auf dem absolut richtigen Weg und hoffe, dass es so bleibt. Denn ich wünsche mir die Energie und die Konstellation des alten Hintze zurück. Ich kann es gut gebrauchen.
Und ich hoffe, dass sich damit auch der Umgang mit allem, was mich tangiert, oder auch nicht, damit energetisch verbessert. Positiver. Das mich nicht mehr so viel runter zieht, sondern im Gegenteil. Somit kann ich nach dem Monat 1 schon mal sagen: es sind nur noch 15,4 Kilo zu gehen. Dann hätte ich mein Traumgewicht von 79 Kilo zurück. Und auch sonst müssen sich alle meine physischen und psychischen Parameter so verändert haben, dass ich den einleitend beschriebenen Anruf sicher vergessen habe.
Oder es mir nur noch ein „Danke“ entlockt.
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Frohes neues Jahr. Abpfiff. Das Alte ist endlich vorbei.
Das ich das mal sagen würde, hätte ich nie gedacht. Aber das Jahr 2009 ist abgehakt. Vergessen. Vorbei. Das ist gut so. Bei genauem Rückblick und hinschauen auch verständlich. Denn die Ähnlichkeiten mit der Vorrunde des VFB Stuttgarts oder gar Herta BSC sind unübersehbar. Somit wird dieses Jahr zu recht, rechtzeitig und endlich abgepfiffen. Nachspielzeit gibt es zum Glück auch keine. Somit fängt das Jahr 2010 für alle wieder mit einem 0:0 an. Das nährt die Hoffnung, dass es ein tolles Jahr werden kann, was man vom Alten nicht mehr erwarten darf. Obwohl ich von meiner Seite aus gestehen muss, ab der 95 Minute habe ich dann doch schon die Bayern München "Duselqualitäten" hingelegt. Die einen werden sagen – Dusel? So ein Quatsch, das ist das Glück des Tüchtigen. Und die anderen – Glück gehabt. Mir egal, Hauptsache noch gerade die Kurve bekommen und den Anschluss zu der Tabellenspitze nicht verloren, sondern gefunden.
Man muss so ein Spiel bzw. Jahr schnell aus dem Kopf bekommen und sich auf das Neue freuen, denn die Saison eines Lebens ist lang. Das können locker über 80 Spiele werden. Wer am Schluss vorne steht, der hat sich seine Lebensträume offensichtlich erfüllt. Das sind viele Begegnungen. Man hat nur ein Spiel in den Sand gesetzt, nicht die ganze Meisterschaft. Somit bleibt uns allen die Zuversicht, dass alles bis Juni zur Halbzeit 2010 ganz anders aussehen kann. An diese Zuversicht klammere ich mich jetzt mal. Wünsche allen kein frühes Gegentor. Dass Ausfälle aus gesundheitlichen Gründen ausbleiben. Macht Eure Chancen rein. Flach spielen und hoch gewinnen, so dass Ihr auf dem Platz des Lebens zeigen könnt, was in Euch steckt. Das spiegelt sich dann schon am Jahresende 2010 auf der Anzeigentafel des wirklichen Lebens im Ergebnis wider. Und wenn nicht? Egal, da kommen ja noch ein paar Spiele. Auch die fangen wieder alle bei 0:0 an.
Neues Jahr neues Glück. Geht raus und spielt.
Freitag, 18. Dezember 2009
Könnte das ganze Leben eine große Therapie zu sein?
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, wenn ein Leiden sich stark verbreitet und vergrößert, dann ist das kein Zufall, sondern dafür gibt es offensichtlich schlechte Gründe.
Die Gründe sind oft gleich. Als es an allen Ecken und Ende an Hygiene fehlte, litten die Menschen an Infektionskrankheiten. Als die Menschen sich immer weniger bewegten, litten sie immer mehr unter Herz-Kreislauf-Krankheiten. Also geht immer ein Mangel vorweg. Immer hat das „weniger“ diese Massenkrankheiten ausgelöst. Mangel an Nahrung, Mangel an Vitaminen, Mangel an Insulin. Mangel an Mangel gab es somit nie.
Die Diskussion, die in der Öffentlichkeit aber geführt wird, beruht nicht auf der Mangel-Theorie, sondern auch einer „zuv iel, zu schnell Annahme". Es scheint, als ob Menschen lange Zeit zu viel von etwas bekommen zu haben, was diese in die Therapie treibt. Zu viel Arbeit, zu viel Stress, zu viel von zu viel.
Somit soll der Weg aus der Therapie daraus bestehen, dass man sich über das zu viel klar wird und es in weniger umstellt. Ich glaube das nicht. Ich glaube an die Mangel-Theorie. Es scheint es in der Psyche vieler Menschen einen Mangel zu geben. Und dieser Mangel hat seine guten bzw. schlechten Gründe.
Die biochemischen Gründe liegen darin, dass eine Noradrenalin- bzw. Serotonin-Regulationsstörung am Rezeptor vorliegt. Ein Mangel an diesen so genanten Transmitter scheint die Ursache. Somit hat man nun zwei Möglichkeiten, entweder diesen Transmitter-Haushalt wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen, in dem man diese von außen hinzu führt – diese Art scheint mir eine Kompensation, statt einer wirklichen Lösung. Oder, was mir sinnvoller erscheinen würde, man behebt die Ursache.
Und da kommt zum Beispiel die Therapie ins Spiel. Es scheint offensichtlich, dass die Ursachen Umwelteinflüsse sind oder angeboren sind. Allerdings: Wenn die Zahlen so sprunghaft ansteigen, scheint der Aspekt Umwelt der zentrale zu sein. Nun können wir nicht die ganze Umwelt und unsere Sozialisierung verändern, doch wir können die Ursachen erforschen. Was passiert, dass daraus ein Mangel entsteht, der Menschen in Massen in die Therapien treibt. Seltsam ist, dass Millionen in Therapie sind, aber es noch keine funktionierenden Selbstanalysen gibt, die einem die Richtung vorgeben könnten.
Es muss doch möglich sein, dass man selbst dahinter kommt. Die Fälle werden sich doch sicherlich zu 80% gleichen. Wir leben doch alle in derselben Umwelt und die jeweiligen Sozialisierungen sind sicher unterschiedlich, aber die Einflussfaktoren sind auch hier sicherlich zu 80% dieselben.
Die Selbst-Reflexion scheint ein wichtiger Aspekt zu sein. Und zwar nicht ab dem Zeitpunkt, wenn es einen erwischt hat, sondern so früh wie möglich, so lange wie möglich, so intensiv und so genau wie möglich. Wir lassen das ganze Leben an uns vorüber ziehen und wundern uns, wenn es passiert.
Allen Mangelerscheinungen kann man nämlich erfolgreich entgegen wirken. Vor allem mit Bewegung. Und wenn die Krankheit bei den Menschen im Kopf angekommen ist, scheint es auch hier an der notwenigen Bewegung zu fehlen. Aber wie bewegt man den Kopf? Genau das müssen wir lernen. Wir müssen unsere Psyche verstehen lernen und ihr die Bewegung zuteil werden lassen, der es Bedarf um die Symptome in den Griff zu bekommen – und um den Mangel abzuschaffen.
Samstag, 5. Dezember 2009
Samstagsgedanken: Nikolaus
“Was’n das?“ nölt die heutige Jugend, die nicht mehr weiß, was Mandeln und Nüsse sind. „Keine Playstation, Aldär? Was’n das für’n Scheiss?“
Eigentlich schade, dass wir für morgen keinen Knecht Ruprecht bestellt haben. Obwohl, ich kann mir nicht vorstellen, das der Krampus heute noch viel Angst und Schrecken verbreiten würde. Vermutlich wäre das eher anders herum, wollte der verweichlichte Soziologiestudent, der mit der Ruprecht Rolle sein Taschengeld aufbessert, den heutigen Lausbuben quer kommen. Da bräuchte es dann schon mehr als einen Rentierschlitten, um schnell Land zu gewinnen.
So ist das mit den Bräuchen. Die, die sich nicht aufpimpen lassen, geraten allzu schnell in Vergessenheit und verlieren ihren eigentlichen Sinn. Oder weiß heute noch einer unter 20, dass Halloween mal Erntedankfest hieß, dass der 3. Oktober gefeiert wird, weil es weiter östlich mal so eine Mauer gab, oder dass man einen Beruf ergreifen kann, ohne von Dieter Bohlen oder Bruce Darnell gecastet worden zu sein. An solch old fashioned Brauchtum hat niemand mehr Interesse. Lässt sich doch mit ein paar blöden Mandeln und Nüssen keine Kohle machen. Da müssen schon noch ein paar iPhones, Smartbooks und Nintendo wii in den Stiefel.
Während sich unsere Jugend heute Abend wieder ins Koma säuft und mancher Daddy und Opa aus Solidarität mitmacht, suggeriert uns die Industrie, nein, sie knallt es uns an den Kopf: „An Nikolaus nach Hawaii! Gönnen Sie ihren Liebsten ein paar Tage Sonne!“ Und dazu gibt es ein paar Schnappschüsse einer drallen Blondine im roten Bademantel, der entfernt an den guten, alten Nikolaus erinnert.
Früher hat es oft geschneit am 6. Dezember. Wir machten einen langen Waldspaziergang im Schnee und tranken danach selbst gemachten Glühwein, bevor es ans Plätzchenbacken ging. Doch heute macht die Klimaerwärmung, die natürlich nichts mit den Menschen zu tun hat, Schnee in den Alpen und gar im Voralpenland zu einem winterlichen Weihnachtsmärchen aus alter Zeit.
Zwar ficht das unsere wackere Politik nicht an, sich um die Olympischen Winterspiele 2020 in Garmisch zu bewerben. Nur Schnee in Garmisch? „Es war einmal“ wird 2020 zum Thema Schnee verlautbart, nicht ohne mit mehreren tausend Schneekanonen den letzten Naturschutzfleckchen den allerletzten Tropfen Wasser abzudrehen. Aber mir ist das alles sowieso egal, weil ich am 6. Dezember 2020 mit einer roten Nikolausmütze in Waikiki Beach sitze und mir von einer drallen Blondine im roten Bademantel einen kühlen Pina Colada kredenzen lasse. Aber das ist dann wieder ein anderes Weihnachtsmärchen.
PS: Diesen Text schrieb ich hier in der Urfassung vor genau zwei Jahren. Aber, hey was soll’s? „Last Christmas“ wird ja auch wieder jedes Jahr gespielt.
Sonntag, 22. November 2009
Erfolgsaussichten
Was mir auf den vielen Reisen durch den Kopf schoss, vor allem bei den vielen Richtungsänderungen, Wendepunkten und Neuanfängen, ist, dass ich von allen Reisen zum Erfolg immer irgendetwas mitgebracht habe. Und wenn es nur eine Erkenntnis war oder etwas anderes. Ich habe zwar den Erfolg bis heute nicht gefunden, aber ich habe eine große Sammlung von den vielen Reisen.
Und wenn ich auf diese Sammlung schaue, dann kommt mir in den Sinn, dass genau diese Sammlung das sein kann, was man eventuell unter Erfolg versteht. Es sind die vielen Dinge, die man behält, die man nutzt, an die man sich erinnert. Der Erfahrungsschatz und die vielen lieb gewonnenen Dinge. Noch schöner ist, dass man auf dem Weg des Erfolgs auch Menschen kennengelernt hat, die einen schon so lange begleiten und wie es aussieht, auch weiter begleiten werden.
Somit könnte Erfolg auch das sein, was man gesammelt hat und auf das man großer Zufriedenheit und einem ebenso großen Glücksgefühl blickt. Erfolg ist nicht das mehr, sondern das, was man geschafft hat und was bleibt. Verbunden mit der Freude, auch in Zukunft einige schöne Dinge und Aspekte seiner Sammlung hinzufügen zu können.
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Zeitzeichen
Ich weiß nicht mehr wann, aber irgendwann bekam ich meine erste Armbanduhr. Ich denke, es war eine Timex oder eine Seiko. Sie hatte im Dunkeln leuchtende Streifen, daran kann ich mich noch erinnern. Jedenfalls ist der Blick auf die Uhr ein Bewegungsablauf, der sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat. Wie oft und wie lange hat man auf Uhren geschaut, um die Zeit zu erfahren. Manchmal mit triftigem Grund, meistens völlig grundlos.
Überall sind Uhren. Überall steht die Zeit. Ständig begleitet uns unsere Zeitrechnung. Ständig leben wir in dem Gefühl, die genaue Zeit zu kennen. Zudem werden wir ständig nach der Zeit gefragt. Deshalb fragen auch wir ständig nach der Zeit. Wie spät ist es? Wie viel Uhr ist es? Wie lange noch? Es gibt Zeiten, da kommt man an - Ankunftszeiten. Und dann gibt es Zeiten, da reist man ab - Abfahrtszeiten. Dann gibt es Zeiten, da verweilt man für eine bestimmte Zeit an einem Ort - Ortszeiten. Ständig sprechen wir über die Zeit, wie lange diese war oder wie kurz. Wann genau diese war. Wir teilen vieles in Zeit ein - Zeiteinheiten. Man ist 11 Jahre verheiratet. Die Kinder sind x Jahre alt. Man hat 6 Monate keinen Führerschein. Man wartet schon 30 Minuten. Man ist 15 Minuten hinter der Zeit. Der Wecker klingelt zu einer bestimmten Zeit.
Und von Zeit zu Zeit müssen wir uns über die Zeit vergewissern, obwohl es immer dieselbe Zeit ist, denn es ist immer genau jetzt. Ein Film dauert 120 Minuten. Ein Fußballspiel 90 Minuten plus Nachspielzeit. Ein Ei kochen dauert 5 bis 8 Minuten. Das Leben besteht aus Zeiten. Das ganze Leben. Dann gibt es noch die Arbeitszeit und die Freizeit, aber eigentlich ist auch das alles dasselbe, nämlich Lebenszeit.
Männer neigen dazu, sich so teure Zeiteisen, wie es nur geht, um das Handgelenk zu legen, weil der Schmuck, den sie tragen können, ohne dass es ganz peinlich wird, sich eigentlich auf Armbanduhren beschränkt. Teure Zeitzeichen sind ein Zeichen von Wohlstand, Status, Individualität und Geltungsdrang. Es gibt Armbanduhren für 4,99 EUR und für 55.000 EUR. Aber alle können im Prinzip nur dasselbe - die Zeit zeigen. Auch ich bin von diesem Männertrend nicht ganz verschont geblieben. Auch ich hatte eine Zeit, in der ich zeigen wollte, wie gut ich bin. Aber das ging vorbei. Nicht, weil mich teure und schöne Uhren nicht mehr interessieren, aber ich habe meine Eine gefunden und dafür alle anderen liegengelassen oder ihnen keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt. Ich bin in Sachen Armbanduhren nicht nur monogam, sondern auch fest dazu entschlossen, sollte diese Uhr mal nicht an meinem Armgelenk sein, aus welchen Gründen auch immer, dass diesen Platz nie wieder eine andere einnehmen wird.
Das ist sie, das war sie und somit ist für mich das Kapitel beendet. Denn es erscheint mir ohnehin als ein größeres Privileg, zeitlos zu sein und durchs Leben zu gehen. Gerade Menschen ohne Uhr und ohne Handy bewundere ich auf seltsame und unübersehbare Art und Weise. Weniger scheint auch hier letztendlich spürbar mehr zu sein.
Meine innere Uhr beeindruckt mich ohnehin. Oft wundere ich mich über mein exaktes Zeitgefühl. So wache ich grundsätzlich genau 1 Minute, bevor der Wecker klingelt von selbst auf, um diesen auszuschalten. Mein Zeitgefühl verlässt mich selten. Und falls doch, sind die Gründe dafür nachvollziehbar. Das mit den Stunden, Minuten und Sekunden kann ganz schön anstrengend werden. Deswegen erscheint es auf meinem langen Lebensweg zur Gelassenheit auch nur logisch, dass der Zeitpunkt kommt, da ich nur noch von einer Zeit rede und auch nur noch in einer lebe - im Jetzt.
Freitag, 9. Oktober 2009
Beziehungskiste

Ich möchte mal über meine Beziehung zu meinem Briefkasten schreiben. Früher hatten wir ein tolles Verhältnis miteinander. Denn außer Urlaubsgrüße oder Geschenke und Paketkarten hat unsere Beziehung nichts belastet. Dann, im Laufe der Jahre, stellte sich plötzlich der „blaue Brief“ ein. Das war die erste Begegnung mit dem Briefkasten, die ganz klar sagte: "Ich kann auch anders." Um das Problem in den Griff zu bekommen, bekamen wir den Briefträger in den Griff. Der nur mir persönlich einen solchen „blauen Brief“ aushändigte. Diesen habe ich dann unter Wasserdampf fein säuberlich geöffnet und erst mal durchgelesen. Die ungefährlichen habe ich dann wieder verschlossen und auf den Poststapel gelegt. Dann gab es die zweite Kategorie der erklärungsbedürftigen blauen Briefe. Auf die konnte ich mich sehr gut vorbereiten, weil ich den Inhalt schon kannte. Und dann gab es die dritte Kategorie derer, die nicht zu erklären waren. Diese fielen dann unter den Tisch. Das klappte sehr gut.
Aber unsere Beziehung trat in eine neue Dimension ein. In meiner ersten eigenen Wohnung wurde aus dem lockeren Verhältnis der Vergangenheit leider schnell ein sehr verkrampftes. Von Freitag bis Montag Morgen würdigten wir uns keines Blickes. Denn ich wollte mir von "so einer Rechnung" oder was auch immer, nicht das Wochenende versauen lassen. Nun trat unsere Beziehung in eine sehr unterkühlte Phase ein.
Genau in dieser Phase kam noch ein neuer Trend auf, die Werbung in der Post. Diese nahm schlagartig zu. So, dass der Papierkorb unter dem Briefkasten im Hausflur, der sonst einmal im Monat geleert wurde, plötzlich wöchentlich überquoll. Zwischen diesen ganzen unsinnigen und überflüssigen Werbebotschaften versteckte sich dann die Post. Was in der Regel mehr negative Überraschungen zum Vorschein brachte. Die Bank, die Verkehrsdelikte, die Rechnungen, die Eltern. Alle wollten etwas, was ich nicht immer im Stande zu leisten war. Somit war der nette Briefkasten von früher plötzlich ein sehr anstrengender Lebenspartner, der eine Hiobsbotschaft nach der anderen für mich bereit hielt und zudem zugemüllt von Werbung war.
Schön waren die Freieinweisungen von Zeitschriften, welche mich privat erreichten. Als es diese noch gab. So hatte man reichlich was zu sehen, lesen und blättern. Dann verschärfte sich die Beziehung und mutierte zu einer echten Beziehungskiste.
Man respektierte sich, hatte sich aber nichts mehr zu sagen. Kein freundliches Wort, auf und zu, das war´s. Die härtesten Jahre hatten wir von 2003 bis 2007. Wenn man sich hätte scheiden lassen können, hätten wir es sicher in dieser Zeit getan. Wie lieblos schon mein Name draufgekritzelt war. Das war doch ein klares Zeichen. Auf die Farben „Gelb“ und „Grau“, dieses „Mittelgrün“ reagiere ich noch heute heftig. Das war eine dunkle und schwere Zeit für uns beide. Denn eigentlich überbrachte er nur noch schlechte Botschaften. Durch die Bank.
Im Laufe der Jahre ist unser Verhältnis als neutral zu beurteilen. Wir wissen, dass wir miteinander leben müssen. So oder so. Und dass er ja im Prinzip nichts dafür kann. Er ist nun mal so, wie er ist. Briefkastentherapien verliefen wirkungslos. Das liegt an der unglaublichen Ignoranz meines Briefkasten. Und er kann nicht mal was runterschlucken oder einfach mal stecken lassen. Aber er kann nicht nur austeilen, sondern auch ganz gut einstecken. Trotzdem würde ich unser Verhältnis als vergiftet bezeichnen. Dafür ist in der Vergangenheit einfach zu viel passiert.
Eine leider ähnliche Entwicklung nahm der Anrufbeantworter vor einigen Jahren. Eigentlich ist das mehr eine Vorwurfsmachine, die einem ständig klar macht, wen oder was man mal wieder nicht erreicht hat. Deshalb habe ich den Anrufbeantworter einfach kurzer Hand vor die Tür gesetzt. Das Telefon selbst entwickelt auch von Zeit zu Zeit dieses negative Potential. Diese unglaublich negative Energie, die ich echt nicht gebrauchen kann. Denn ich brauche meine Energie voll und ganz für mich. Nicht für so ein kleines Ding am Ohr. Deshalb steht das Telefon unter besonderer Beobachtung, wie mein Verhältnis zum Fernseher. Das würde ich auch mal als durchwachsen beschreiben.
Zurück zum Briefkasten, dem kleinen Kerl mit der großen Klappe. Der einfach voller negativer Botschaften und unglaublich viel Werbemüll steckt. Gerne denke ich noch an die Zeit zurück, als man 3x täglich hinein schaute, weil man voller Ungeduld auf einen Brief, eine Karte eine Nachricht wartete. Und diese auf sich warten ließ. Mit wie viel Erwartungshaltung man diesen kleinen Schlüssel ins Schloss steckte, ihn behutsam umdrehte, damit man ihn bloß nicht abbricht. Und dann das Türchen ebenso liebevoll öffnete. Und? Wieder nichts. Noch immer nichts. Und dann endlich - da lag das Objekt der Ungeduld. Diese Zeiten sind so gut wie vorbei. Vereinzelt blitzt dieses Gefühl noch mal auf. Aber die Summe der Enttäuschungen ist dann doch zu groß.
Freitags haben wir immer noch ein ganz schlechtes Verhältnis, was man sich schlechter nicht vorstellen kann. Weil er sich immer noch einen Spaß daraus macht, mir das Wochenende zu versauen. Aber weil ich damit rechne und ihm selbst einfach keine böswillige Absicht mehr unterstellen will, haben wir damit leben gelernt.
So kann es laufen.
Mittwoch, 23. September 2009
Die Glücksfänger
Fotos im Urlaub machen ist etwas Besonderes. Das fiel mir auf, weil ich es beobachten konnte. Zusammengefasst bedeutet das: Glückliche Menschen lachend vor der Kamera. Variationen: Am Strand, im Meer, im Restaurant, an der Bar, vor der Sehenswürdigkeit, aber immer glückliche lachende, oft sich umarmende Menschen.
Bei diesem Anblick schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass alle Beteiligten versuchen, das Glück einzufangen, um es dann wann und wo man will wieder rauszuholen. Man will sich nachher zeigen, wie toll der Urlaub war und allen anderen, die es sehen wollen oder auch nicht ebenfalls. Man soll das Glück und die Zufriedenheit förmlich spüren.
Somit gleichen sich zu 80% alle Urlaubsfotos, wie die vom Eiffelturm oder vom Big Ben. Was soll auch anders aussehen? Die Hintergründe sind austauschbar. Warum wollen Menschen auf diese Weise so sehr das Glück einfangen? Natürlich weil sie im Urlaub sind und im Urlaub ist die Erholung, die Zufriedenheit und das damit vollkommende Glück Grundvorraussetzung. Das muss man nicht nur erleben, sondern einfangen und allen zeigen. Und hin und wieder sich selbst – schau, so glücklich waren wir da.
Ich glaube, für den Moment des Fotos gelingt es, das Glück einzufangen. Wie ein Schmetterling, der sich auf die Hand setzt – für einen Moment. Aber dann fliegt das Glück weiter, es verfliegt wie ein Duft. Und deshalb muss man so viele Fotos machen, mit so viel Lächeln, so viel Umarmungen, so viel Glück. Damit sich der Schmetterling immer wieder niedersetzt, um dann wieder weiterzufliegen.
Die Menschen haben eine unglaubliche Sehnsucht, anderen Menschen zu zeigen, wie glücklich sie waren. Wie wundervoll etwas war. Und dafür ist ein Foto sehr gut geeignet. Zwar kann man nachher von der Stimmung, der Sonne, dem Meer, den Gerüchen und Geräuschen und den vielen Eindrücken nichts transportieren, aber immerhin ein Bild. Ein Bild vom Glück. Oder sagen wir es so, ein Bild von so etwas wie Glück.
Fotos machen im Urlaub ist etwas sehr bestimmtes. Die einen bekommen den gesamten Urlaub nur als Motiv und durch das Objektiv mit. Andere wiederum haben immer, wenn sie gerne ein Bild machen wollten, dann gerade den Fotoapparat nicht zur Hand. Die Extreme gehen weit auseinander. Und nun kommt auch noch das Filmen dazu.
Mir ist das alles zu viel. Ich habe keine Lust, so viele Bilder von etwas zu machen, sondern ich lebe lieber jeden Moment so intensiv, wie es mir möglich ist. Weil es dann immer für lange Zeit auch wieder vorbei ist. Alles, außer genießen, ist mir im Urlaub zu viel und nicht angemessen und angepasst. Aber jeder lebt das Leben nun mal auf seine Weise. Auch ich habe versucht, das Glück einzufangen in Form von vielen Bildern im Kopf. Auch Filme spielen sich da ab. Aber in meinem Kopf fühlt es sich fast so an, wie es in Wirklichkeit war. Manchmal sogar noch schöner.
Und das, was ich am schönsten finde im Urlaub, sind oft gar keine Bilder sondern Gefühle. Weil man davon keine Fotos machen kann, lasse ich es wohl. Schon komisch, denn sonst fotografiere ich wirklich gerne gegenständlich, aber im Urlaub habe ich keine Lust. Das hat mir sicher 4.000 Fotos erspart und drei Stunden Film. Das ist kostbare Zeit – Urlaubszeit. Also, für mich.
Sonntag, 9. August 2009
Spielbericht: Hoffenheim gegen Bayern München. 1. Spieltag. Samstag 8. August 2009. Saison 2009/10. Das Nest.

Aus offizieller Fansicht der Hoffenheimer endete das Spiel 2:0 für Hoffenheim. Was Hoffenheim theoretisch am ersten Spieltag direkt an die Tabellenspitze katapultierte. Aus Sicht der Bayern München Fans endet das Spiel 0:1. Drei Punkte im Sack, weiter geht es.
Aus Sicht der Öffentlichkeit ging das Spiel 2:1 für Hoffenheim aus. Aber zum Entsetzen aller steht da auf dem Spielberichtsbogen ein völlig anderes und unverständliches Endergebnis, nämlich 1:1. Unglaublich aber wahr, wie unterschiedlich so ein Spiel enden kann, obwohl eigentlich alle dabei waren.
Was führte mich nach Hoffenheim? Fragt sich zwar keiner, aber die Frage könnte theoretisch jemand stellen. Fussball verbindet. Meine Verbundenheit gilt Heiko Walkenhorst, welcher derjenige ist, der dem Akademiker-Fanclub 1899 Hoffenheim Rhein-Neckar Heidelberg 2007 vorsitzt und auch zu den Gründungsmitglieder zählt. Ich folgte seiner Einladung.
Und hier möchte ich den Ball gerne aufnehmen und versuchen, gekonnt hin und her zu spielen. Denn um diesem Erlebnis beiwohnen zu können, musste ich mein Nest verlassen. Und mir ist aufgefallen, wie weniger gern man das mit zunehmendem Alter macht. Das Gewohnheitstier übernimmt zunehmend die Kontrolle. Somit dreht sich in jungen Jahren zwar alles um einen selbst, aber im Alter dreht man sich nur noch um sich selbst.
Alles das passt aber auch zum Spiel, denn mein Reise endet auch in einem Nest – Sinsheim. Denn der Verein Hoffenheim spielt in Sinsheim, aber mein Reiseziel war Heidelberg. Ein bekanntlich schönes Nest.

































Also überwand ich meine Trägheit und meinen schwindenden Bewegungsdrang und machte mich auf zum ersten Bundesligaspieltag nach Hoffenheim. Obwohl das nicht stimmt, denn ich war zu keinem Zeitpunkt in Hoffenheim. Auch so ein Nest. Machte mich auf diese Reise, die Samstags um 11.00 Uhr in Tutzing am Starnberger See begann, da schon wieder ein Nest, und Sonntags im selben Nest um 15.00 Uhr endete.
Dazwischen fuhr ich ca. 7,5 Stunden mit dem Zug. 2 x 30 Minuten mit dem Auto zum Stadion hin und zurück. Und 2 x 10 Minuten mit dem Taxi in die Altstadt. An die Rückfahrt kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Die Schlafzeit betrug ca. 6 Stunden und dem Ganzen gesellen sich 2 x 45 Minuten Fußball hinzu.
Bemerkenswertes an dieser Reise ist schnell erzählt. In Hoffenheim ist es grundsätzlich so, dass, wenn der Gegner der eigenen Mannschaft den Ball abnimmt, dies immer einem groben Foul gleichzusetzen ist. Und man immer verwundert ist und erzürnt darüber, dass der Schiedsrichter so wenig Karten gibt.
Spielerisch fällt Hoffenheim positiv auf und ins Gewicht. Das kann man von den Bayern leider nicht sagen. Erstmals an einem Samstag war der Anstoß nicht um 15:30 Uhr sondern jetzt neu – dank Sky – um 18:30 Uhr. Der Spieltag soll damit verwertungstechnisch wie ein großer Pizzateig so weit wie möglich ausgerollt werden. Was man auch in dreister Weise macht und was die Scheidungsquote sicher weiter rasant ansteigen lassen wird.
Seltsam ist einem sofort aufgefallen, dass die Zwischenergebnisse von den anderen Plätzen fehlten. Da war schon alles gelaufen. Seltsam. Aber wenn man konsequent wäre und man dem Fernsehwettbewerb die Lichter ausblasen will, dann würde ich jeden Tag nur eine Partie spielen lassen und zwar um 20:00 Uhr. Und die letzte Partie würde ich so platzieren, dass dem irgendein Quotenrenner, ein Schwergewicht entgegengesetzt wird. Aber vielleicht kommt das noch.
Sinsheim ist ein Nest. Und mit dieser Beschreibung tut man dem Ort wirklich einen Gefallen. Irgendwo stand am Stadion eine Richtungsangabe: Innenstadt. Wer diesem Begriff eine mitteleuropäische Interpretation zuteil werden lässt, der wird diese Innenstadt nie finden. Braucht es auch nicht, man geht ja ins Stadion.
Man parkt auf einem gewerblichen Parkplatz in der Nähe. Das ist kein Problem, denn Samstags 18:30 Uhr wird sogar in Sinsheim nicht mehr gearbeitet. Auch bemerkenswert ist der gesonderte Ticketschalter mit der Überschrift: Toublecounter. Alles andere sieht aus wie ein Fussballverein, riecht, fühlt sich an wie einer, ist auch einer, nur eben alles im Format eines Nests. Und das ist gut und schön so.
Richtig kreativ wurde es mal kurz bei der Namensgebung der Fanzeitschrift: achtzehn 99. Respekt. Irritiert habe ich versucht, die Sponsoren in meinem Langzeit- und Kurzzeitgedächnis bekannten Größen zuzuordnen. Das ist mir bis auf SAP kaum oder gar nicht gelungen.
Der Rest ist so trivial und vom Niveau so tiefliegend wie in allen deutschen Stadien auch. Ich hatte den Platz mit der Nummer 9. Das ist nett, aber diese Position habe ich nie gespielt, sondern ich war immer ein 6er, 7er oder 8er. Heute könnte ich den modernen Doppel-Sechser allein spielen.
Hoffenheim ist glücklich darüber, dass jemand etwas bzw. so viel für den Freizeitwert macht wie Herr Hopp. Günzburg hat Legoland, Sinsheim hat Hoffenheim. Ein paar Dinge kamen eher seltsam rüber. Die Parkplatzsituation erinnert mich an eine Szene aus Independents Day. Nach dem Spiel traf man auf den einen oder anderen Nest-Hooligan. Nicht wirklich gefährlich, aber wenn es unglücklich läuft, einfach blöd. Seltsam war auch, dass mir in dem einen Eingang mit meinem Fotoapparat kein Einlass gewährt wurde, aber einen Eingang weiter der Rucksack nicht mal kontrolliert wurde.
Nach dem Spiel ist vor dem ersten Bier. Das nahmen wir in der Nähe des Stadions zu uns. Und das Spiel wurde noch mal wie ein Wienerschnitzel von allen Seiten abgeklopft. Da ich Gast war, war ich natürlich auch großzügig in den Auslegungen. Nicht zu sehr, denn man will auch nicht als Schleimer dastehen.
Witzig fand ich, dass Schalke genau 3 Minuten Tabellenführer war. Und dann doch wieder nicht.
Sehr angenehm empfand ich die Gastfreundschaft, und die Steigerung und Krönung war dann die Nacht in der Altstadt. Sehr gutes Essen, toller Wein und zum Abschluss ein Averner. Was will man mehr. Heiko entlockte seiner Küche am nächsten Morgen einen guten Milchkaffe und nachdem wir dabei im Fernsehen auf DSF uns noch mal fast alles reingezogen hatten, machte ich mich um 11.00 Uhr auf den Weg zurück in mein Nest, das ich um 15:00 Uhr erreichte.
Der Spielbericht endet hier. Es war schön, aber ich bin glücklich, wieder zu Hause zu sein. Aber wenn man nicht rausgeht, dann sieht man immer weniger vom Leben da draußen. Die netten Menschen hätte ich nicht kennengelernt und viele andere Eindrücke hätte ich auch nicht einfangen können. Da kann man nur hoffen, dass es viele so gute Freunde gibt, die mich immer wieder aus meinem Nest locken. Sonst drehe ich mich wirklich nur noch um mich. Und das wird nicht nur langweilig für mich, sondern vor allem für meine Leser. Wenn ich nur noch aus meinem Nest berichten würde.
Also, auf zum nächsten Nest. Aber nicht so schnell. Bin gerade erst wieder angekommen.
Sonntag, 26. Juli 2009
Befreiungsschlag
Es sind diese vielen kleine, die von allen Seiten. Jede Minute wieder ein kleiner. Denn ich glaube, dass die wirklich großen Befreiungsschläge die Summe der vielen kleinen sind, die man vorher beschritten hat. Manchmal sind es nur kleine Tippelschritte im Kopf. Für die Außenwelt unmöglich zu bemerken, aber für einen selbst können sogar solche Gedanken Herzrasen machen.
Menschen, die vom großen Befreiungsschlag reden und träumen, aber die kleinen nicht vollziehen, die werden ihr Leben lang davon reden und träumen. Und auch das ist gut so. Nichts ist schlecht daran, außer das schlechte Gewissen, was solche Menschen so lange begleitet. Anstatt sich einmal einzugestehen: ich bin kein Weltumsegler, ich klettere nicht auf 8.000er und ich muss mir keinen Kopf darüber machen.
Aber sollte jemand da draußen sein, der innerlich zerfressen wird, weil die Dinge sich nicht ändern, fügen oder ergeben. Die Ungeduld schon Kopfschmerzen macht und der damit seine Umwelt schon gewaltig nervt, dann – kleine schnelle effektive Schritte. Einfach anfangen. Für die einen ist es, 15 Minuten früher aufstehen. Für die anderen, 2 Stunden früher ins Bett gehen. Einfach im Kleinen anfangen, alles so zu leben, wie man es im großen Befreiungsschlag ohnehin tun müsste. So bleibt der große Akt, der große Auftritt, weil alles sich ergibt.
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